About "Am Hang Roman"
Am Hang zu leben, kann riskant sein. Wie leicht können Dinge ins Rutschen geraten. Diese Erfahrung muss der Scheidungsanwalt Clarin machen, dessen Arbeitswochenende in seinem Tessiner Ferienhaus einen etwas anderen Verlauf nimmt. Ein abendlicher Trunk, ein harmloses Gespräch, mehr hatte dem leutseligen Clarin nicht vorgeschwebt, als er sich dem Fremden auf der Terrasse des Bellavista-Hotels vorstellte. Doch sollte sich bald herausstellen, dass Loos nicht der Partner für den erwartet netten Plausch war. Clarin dämmerte – diesen innerlich Zerrissenen würde er so schnell nicht mehr loswerden!
Die Schlinge zieht sich zu. Zusehends redet sich der kultivierte, schwerblütige Loos in Rage, philosophiert hemmungslos und trunken über den erbarmungswürdigen Zustand einer lärmenden und oberflächlichen Welt, die ihm verhasst geworden ist. Vor einem Jahr war im Kurhotel in Cademario drüben am Hang seine über alles geliebte Frau von ihm gegangen. War es Selbstmord? Ein Restleben als Endlosschleife der Verzweiflung. Clarin beginnt, aufzuhorchen. Cademario war auch ihm kein fremder Ort. Schicksalsspuren überschneiden sich. Clarin beginnt zu frösteln.
Mehr und mehr zieht es Clarin in den persönlichen Albtraum eines Beschädigten. Rätsel über Rätsel über den Verlust einer Frau werden aufgetürmt. Die kammerspielhafte Enge des Schweizer Talkessels, die immer fiebriger werdenden Zwiegespräche auf der Hotelterrasse, ziehen auch den Leser allmählich in ihren Sog. Vergessen wir das bisweilen unsägliche Dauerlamento des mürrischen Loos, dessen küchenpsychologische Alltagsbetrachtungen sich über die Verrohung des Menschen bis hin zu Hasstiraden auf Handytöne erstrecken – Markus Werner gelingt es dennoch meisterlich, den unheimlichen Spannungsbogen seines Psychodramas aufrecht zu erhalten.
Am Ende des Vexierspiels um eine große verlorene Liebe wird auch die Welt des erotischen Leichtfußes Clarin schwer geworden sein. In bestürzender Weise muss er erfahren, wie alles mit allem zusammenhängt. Wie klein die Welt doch war. Eine Zufallsbekanntschaft brachte den Hang endgültig ins Rutschen! –Ravi Unger
Reviews
02.10.2009 / Joachim Niemann / Dresden
Freiheit gegen Biedersinn
Vermutlich ist dieses eine eigenwillige Interpretation - nur was der Schriftsteller Herr Markus Werner beschreibt,das ist eine von ihm heute als möglich Geschichte beschriebene Fiktion und so bewerte ich diese dann auch:
Die Geschichte besteht im Wesentlichen aus der Beschreibung bzw. a...
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05.08.2009 / I. Andric
Seltsames Buch das zum Nachdenken anregt
Das Buch ist nicht unbedingt spannend, hat einen stark philosophischen Einschlag. Ist aber durchaus nicht langweilig und man ist während des Lesens schon neugierig, wie es weiter geht.
Ich finde, aufgrund der Themenwahl ist es eher ein Männer-Buch und für Frauen nicht so interessant
02.07.2009 / Stine Rother
Über Gott und die Welt ...
Zwei Männer treffen sich in einem Restaurant. Sie reden miteinander über Gott und die Welt und vor allem über Frauen und die Ehe. Einer der Männer (Clarin) ist Scheidungsanwalt, der andere (Loos) ist Lehrer und verwitwet. Dass sie unterschiedlich sind, wird sowohl auf den ersten als auch auf den zwe...
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About Markus Werner
Markus Werner (December 27, 1944 in Eschlikon, canton of Thurgau) is a German-speaking Swiss writer, the author of Zündels Abgang (Zündel’s Departure).
Life
Markus Werner was born in Eschlikon (canton of Thurgau). In 1948 the family moved to Thayngen (canton of Schaffhausen) where Werner finished school and passed the general qualification for university entrance in 1965. At the University of Zürich he studied
German, Philosophy and Psychology. In 1974 he completed a doctorate on Max Frisch, whose writing has an important influence on Werner. From 1975 to 1985, he worked as a main teacher, and from 1985 to 1990 as an assistant professor at the Kantonsschule (= preparatory high school) in Schaffhausen. He has dedicated himself exclusively to writing since 1990. Werner today lives in Schaffhausen.
Performances
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